Welche Stellung haben Erwartungen auf dem Weg zum Meister des Selbst oder zum emotionalen Frieden

Erwartungen sind etwas ganz prekäres auf der einen Seite sind sie uns dienlich, aber auf der anderen Seite sind sie uns auf dem Weg zum emotionalen Frieden nicht sehr dienlich.

Was meine ich damit? Positiv sind Erwartungen, wenn sie z.B. mit einem Ziel verbunden sind. Hätten wir hinsichtlich der Erreichung eines Zieles keine positiven Erwartungen, dann bräuchten wir uns erst gar nicht auf den Weg zu machen. Hier zieht uns unsere positive Erwartung in die Richtung unseres Wunsches. Unsere Erwartungshaltung unterstützt uns, vorübergehende Unbequemlichkeiten oder Schwierigkeiten in Kauf zu nehmen, während wir uns auf die Erlangung unseres Zieles freuen.

Aber es gibt auch negative Erwartungen, damit meine ich die Erwartungen, die wir an andere Personen stellen oder mit bestimmten Situationen verknüpfen.

Wenn wir z.B. erwarten, dass unser Partner uns mit Blumen am Geburtstag überrascht; Wenn wir erwarten, von unserem Arbeitgeber gelobt zu werden; Wenn wir erwarten, dass die Geburtstagsfeier an einem bestimmten Ort stattfindet; wenn wir erwarten, dass die Party auf eine bestimmte Art und Weise verläuft; wenn wir erwarten, dass man sich bei uns bedankt. All das sind Erwartungshaltungen, bei denen wir Gefahr laufen, dass sie nicht erfüllt werden.

Hier geht es nicht um die Frage, ob Erwartungen prinzipiell falsch oder richtig sind. Es geht vielmehr um die Frage, ist mir meine Erwartungshaltung dienlich? Wenn wir uns einmal vor Augen halten, was in einem solchen Fall geschieht, dann wird es vielleicht verständlicher, was ich meine. Wie reagiert man auf eine Erwartung, die nicht erfüllt wurde? Man ist eingeschnappt, man ist verärgert, man ist  enttäuscht und vielleicht sogar rachsüchtig. Und wo finden diese Emotionen statt? Sie finden in unserem Inneren statt. Es entsteht ein negativer geistiger Dialog zwischen dem, was ist und dem, was sein sollte. Und läuft letztendlich darauf hinaus, dass man entweder sein Recht durchsetzt und den anderen ins Unrecht versetzt, was dazu führen kann, dass die andere Person sich vielleicht auch noch verletzt fühlt.

Und so führt unsere Erwartungshaltung dazu, dass wir vielleicht recht haben, aber trotzdem die Verlierer in dieser Angelegenheit sind.

Und wie fühlen wir uns dann? Ganz ehrlich, wie fühlt sich das im Inneren an? Es fühlt sich nicht so gut an, denn was wir eigentlich wollten, war für unser Selbst geliebt, anerkannt oder bestätigt zu werden.

Oftmals geht diese Ladung nach hinten los, statt emotionalen Frieden, Anerkennung, Wertschätzung und Liebe sind wir weiterhin unglücklich, demotiviert und enttäuscht.

Die Frage, die man sich hier also stellen sollte ist die: „Ist es wert recht zu haben und den Frieden zu zerstören oder ist es besser meine Wertschätzung auf andere Wege zu suchen,  vielleicht, in dem ich mich selbst wert schätze?

Verantwortung

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