Die Sache mit dem Glücklich sein

Ich lese gerade in der Zeitung, dass laut dem Gallop „well-being index“ nur ein Drittel der Deutschen mit dem eigenen Leben sehr zufrieden sind. Das würde bedeuten, dass zwei Drittel mit ihrem Leben nur mäßig zufrieden oder sogar vollkommen unzufrieden sind. Woran liegt das? Es liegt daran, dass die meisten Menschen nicht ihren Lebenszweck leben. Wie viele Menschen glauben daran, dass die Lebensaufgabe darin besteht Geld zu verdienen, eine Familie zu haben und in Urlaub zu fahren. Wie hast du deine Berufswahl getroffen? Ich kann mich gar nicht mehr genau daran erinnern, warum ich letztendlich dort landete, wo ich landete. Es erschien die einfachste Möglichkeit, mich dort zu bewerben, wo schon andere Familienmitglieder arbeiteten.  Und so landete ich in einem Job, der nur wenig mit meiner Lebensaufgabe zu tun hatte. Aber was soll´s, ich hatte eine Arbeit und verdiente mein erstes Geld. Mich hat niemand darauf hingewiesen, dass ich auf mein Inneres hören sollte. Mich hat niemand darauf hingewiesen, dass Glück und Zufriedenheit nicht durch Äußerlichkeiten wie einem Haus, Designer Sachen oder einem dicken Auto kommen. Mich hat niemand darauf hingewiesen, dass das, was ich in meinem inneren verspüre mein Navigationssystem ist zu dem, was meine Lebensaufgabe ist. Nein, das hat man nicht.

Man hat mir zu verstehen gegeben, das Arbeit und Ausbildung wichtig sind. Hast du Arbeit, hast du Geld und dann kannst du dir all diese Sachen kaufen, die dich „glücklich“ machen. Aber die Rechnung ging nicht auf  und ich könnte mir vorstellen, dass es vielen Menschen so ergangen ist.

Wenn man nicht seinen Lebenszweck lebt, wenn man nur zur Arbeit geht, um Geld zu verdienen, wenn man nicht darauf hört, was sein Inneres sagt, wie kann man da glücklich sein? Dann arbeite ich gegen mich selbst und wenn ich gegen mich selbst arbeite, dann verleugne ich mich selbst und wenn ich meine Wahrheit verleugne, wie kann ich da auf Dauer glücklich sein? Nur wenn ich Verbundenheit zu mir selbst verspüre, ja wenn ich mich selbst wieder spüre kann ich auch zufrieden sein. Wie oft hat dir dein Körper versucht zu sagen, trete mal langsamer, mach mal eine Pause, nehm dir mal einen Tag frei und tue nur etwas für dich ganz allein? Wann immer du es nicht tuest, arbeitest du gegen dich und sollten wir nicht unser bester Freund sein? Wenn wir uns nicht lieben? Wie können wir da die Liebe anderer annehmen? Denn oftmals lieben sie uns ja, aber wir glauben ihnen nicht. Weil wir uns selbst nicht lieben, glauben wir, dass andere uns auch nicht lieben können und unabhängig davon, wie sehr sie sich auch bemühen, uns ihre Liebe zu beweisen, wir können es nicht annehmen, weil wir uns selbst nicht annehmen.

Im Englischen gibt es eine schöne Redewendung, die heißt: „The buck stops here“, d.h. soviel ich bin verantwortlich oder letztendlich habe ich das sagen. Mit anderen Worten: Wir müssen mit uns selbst anfangen – Erkenne dich selbstErkenne dich selbst

Höre auf Entschuldigungen zu finden, warum du deine Lebensaufgabe nicht leben kannst. Höre auf Entschuldigungen zu finden, warum du nicht glücklich bis. Höre auf, andere für deine Gefühle verantworlich zu machen. – „The Buck Stops Here“.

 

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