Wie kommen wir zu unserem Selbstbild?

In Kurz unser Selbstbild ist das Ergebnis vieler kleiner und großer Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben. Erfahrungen, die uns besonders emotional berührt haben.

Trotz aller gut meinenden Ratschläge unserer Eltern und Erzieher, gab es sicher Zeiten, wo vielleicht Worte wie: du dummes Kind, du bist so undankbar oder ungeschickt fielen und in unserem kindlichen Verständnis, haben wir diese negativen Nachrichten wie ein Schwamm in uns aufgesogen, besonders dann, wenn eine sehr emotionale Situation mit diesen Worten verstrickt war. Dann kamen wir zur Schule, wieder machten wir Erfahrungen, die uns langsam an uns selbst zweifeln ließen, unsere kindliche Spontanität versiegte und während wir versuchten, aus der Welt und unserem Platz darin einen Sinn zu machen, nahmen wir die verletzenden Worte, Geesten und Beschuldigungen als wahr in uns auf.

Dann kam die Pubertät, der Körper veränderte sich und neue Gefühle kamen hinzu. Forscher haben herausgefunden, dass im Alter von vierzehn Jahren 98% aller Jugendlichen ein negatives Selbstbild haben. Und so fangen wir an, das Bild von uns zu zeigen, von dem wir glauben, dass die Welt von uns sehen will, oder von dem wir glauben, mit dem wir am wenigsten verletzt werden. Es wird zu einer Art Schutzmaßnahme.

In der Psychologie spricht man von den vier Seiten der Persönlichkeit. Die erste Seite, die jeder kennt, die zweite Seite, die nur anderen bekannt ist, der sogenannte blinde Fleck, die Dritte, die nur uns selbst bekannt ist und die Vierte, die weder uns noch einem anderen bekannt ist.

 

Die vier Seiten der Persönlichkeit

Am ausgeglichensten sind wir, wenn diese vier Bereiche gleichermaßen ausgeprägt sind, aber wenn wir all unsere Energie darauf ausrichten, auf das, was wir glauben, andere von uns sehen wollen, dann raubt es uns auf Dauer unserer Lebensenergie und es ist keine Wunder, wenn wir uns ausgelaugt, allein und missverstanden fühlen.

Nur wer sich stets von seinem authentischen Selbst heraus zeigt, ist ausgeglichener, zufriedener und hat mehr Energie.

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