Die Sache mit der Vergebung

Vielen Menschen fällt es schwer zu vergeben, sie sind der Meinung, indem man nicht vergibt, dass das den anderen Menschen irgendwie strafen würde. Dem ist jedoch nicht so, wir bestrafen uns selbst. Wenn wir uns einmal vor Augen halten, was eigentlich im Prozess des Nichtvergebens passiert, wird das sehr schnell deutlich werden.

Zuerst beschließen wir gedanklich: „dass verzeihe ich dir nie“ und manchmal wird es auch laut verbalisiert. So lange es noch frisch in unserer Erinnerung ist, kreisen die Gedanken ständig um den gleichen Ärger. Gedanken wie: „Das lasse ich mir nicht gefallen, X wird schon sehen, was X davon hat.“ „Das kann man nicht mit mir machen……“ ein Tonband mit den gleichen Worten spielt sich  wiederholend in unseren Gedanken ab.  In manchen Fällen kann sich das sogar über Monate ja sogar über Jahre nach dem Vorfall hinausziehen. Die Person, der es eigentlich gelten sollte,  hat vielleicht diesen Vorfall schon lange vergessen, aber wir hängen immer noch den gleichen Gedanken nach. Bitte fragen Sie sich: „Wer ist hier der Bestrafte“. Meistens handelt es sich nicht nur um wiederholende Gedanken, sondern diese Gedanken lösen in uns Gefühle aus, Gefühle, die nicht positiver sondern negativer Natur sind und wir fühlen uns müde und abgeschlafft, es zieht uns runter. Nicht zu vergeben und an einen Groll festzuhalten, beraubt uns nicht nur unseres geistigen und seelischen Friedens, sondern wir beschwören hierdurch auch weitere, ähnliche Ereignisse herauf, bis die Schmerzen (Blockaden), die dieser Vorfall in uns verursacht hat, neutralisiert wird.

Das Gesetz der Anziehung besagt, dass, dem ihr widerstrebt ihr wieder seht. Nichts kann in unser Leben gelangen, das nicht mit unserer energetischen Schwingung übereinstimmt. Wie erzeugen wir diese Schwingungen?  Wir erzeugen sie mit unseren Worten und besonders aber mit unseren Gedanken und Gefühlen.  Jeder Gedanke, jedes Gefühl und jedes Wort hat seine eigene Energie und weil Gleiches Gleiches anzieht, erleben wir immer wieder, wie sich die gleichen Ereignisse in unserem Leben ausspielen.  Wir heiraten den gleichen Typ Partner, wir wechseln die Arbeitsstelle und bald stellen sich die gleichen Probleme ein. Wenn wir z.B. den Glauben vertreten, dass man anderen nicht trauen kann, so wird uns das Universum immer wieder Beweise hierfür liefern, und uns in unserem Glauben bestärken, bis sich diese Meinung ändert. — Und die meisten sagen: „Siehste, ich habe es doch gewusst“ ohne zu ahnen, dass sie es selbst heraufbeschworen haben.  Wie sonst könnte es sein, dass nicht jeder die gleiche Erfahrung macht? Und so, ob wir es wahrhaben wollen, oder nicht, sind auch wir auf einer uns nicht bewussten Ebene dafür verantwortlich, dass ein solches Ereignis sich in unserem Leben ereignet.

Vielleicht hat unsere Ansicht, dass man nicht vergeben sollte, etwas mit der Bibel zu tun, in der von Sühne, Rache und Vergebung gesprochen wird und wo das Verständnis von Vergebung gleichgesetzt wird mit Anerkennung der Schuld. Aber wirkliche Vergebung könnte nicht weiter entfernt von der Wirklichkeit  sein.

•    Zu vergeben heißt, wieder seine Kraft zurückzunehmen
•    Zu vergeben ist kein Schuldanerkenntnis
•    Zu vergeben ist keine Einwilligung, dass es noch einmal getan werden darf
Zu vergeben IST self empowerment. Wir geben den Widerstand auf, ohne das, was geschehen ist, zu ver- oder beurteilen. Nur so setzen wir uns frei und gelangen wieder zu unserem Seelenfrieden, der uns wichtiger sein sollte, als die oder den Übeltäter zu verfolgen. Vergeben ist self empowerment.

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